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Die „Gauck-Demo“ in Berlin. Vereinigte Friedensbewegung – wirklich?

15. Dezember 2014

von Lieselotte Pulverfass

Am Samstag, den 13. Dezember war es endlich soweit, die auf allen Kanälen der Mahnwachen angekündigte „Demonstration zum Bundespräsidialamt (Schloss Bellevue)“ im Rahmen der Aktion „Friedenswinter“ konnte ca. 4.000 Friedensaktivisten bewegen, Herrn Gauck den „Schuh“ zu zeigen.

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Quelle

Unter dem Motto „Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation“ hatten mehrere Organisationen zu dieser Veranstaltung aufgerufen, unter anderem Gewerkschaften, die Partei Die LINKE, die Mahnwachen, Attac, einige bekannte Persönlichkeiten wie Konstantin Wecker oder Reinhard Mey.

Im Artikel „GeKENtert? Von der Apo in den Po!“ vom 25.11.2014 bin ich schon detailliert auf diese Zusammenarbeit der alten mit der neuen Friedensbewegung (die Mahnwachen für den Frieden) eingegangen.

In einer Pressemitteilung vom 13.12.2014 heißt es auf der Seite der Veranstalter:

„Erfolgreiche Friedensdemonstration vorm Bundespräsidialamt

Bündnis „Friedenswinter“ höchst zufrieden mit Teilnahme und Beiträgen Berlin. Über 4.000 Friedensbewegte demonstrierten unter dem Motto „Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation“ für Frieden, Abrüstung, zivile Konfliktlösungen und humanitäre Hilfe und gegen eine Militarisierung der deutschen Außenpolitik. Sie marschierten vom Berliner Hauptbahnhof zum Amtssitz des Bundespräsidenten, dem Schloss Bellevue. Zwei Theologen setzten sich kritisch mit Redebeiträgen Gaucks auseinander, in denen er wiederholt forderte, Deutschland müsse sich mit mehr Truppen, dem Ausbau der Rüstungsproduktion und des Exports von Waffen weltweit verstärkt engagieren sowie die Ausgaben für Bundeswehr erhöhen. Das bringe die innere und äußere Militarisierung voran, kritisiert der „Friedenswinter 2014 /2015“.

Auf der Abschlusskundgebung stellte der Theologe Eugen Drewermann die Rüstungsausgaben Russlands in Vergleich zu den Ausgaben der USA und der NATO-Staaten und erklärte den 4.000 begeistert reagierenden ZuhörerInnen: „Die NATO ist das aggressivste Bündnis, das die Welt je gesehen hat.“ Der „Friedenswinter“ ein junger Zusammenschluss aus vielen friedensbewegten Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen fordert Ende aller Interventionskriege und Auflösung der Militärblöcke – besonders der NATO, Abrüstung und friedliche und politische Konfliktlösungen.

Am 13. Dezember 2014 hat die Friedensbewegung  gezeigt, dass sie lebt und aktionsfähig ist. Mit über 4.000 DemonstrantInnen in Berlin, ca. 1.000 in Heidelberg, 800 TeilnehmerInnen in Hamburg, je 500 Menschen in Bochum und München und 300 TeilnehmerInnen in Leipzig handelte es sich um die größten Friedensdemonstrationen der letzten Jahre.“

Das klingt doch gut, oder? Alle müssten sich zufrieden zurück lehnen und den großartigen Erfolg feiern können.

Wäre da nicht die Häme der Schlagzeilen einschlägiger Medien oder die Schmach, dass – mit Ausnahme von Lea Frings als Moderatorin – nicht EIN Sprecher der Mahnwachen auf der offiziellen Bühne eine Rede halten durfte. Bereits vor der Demo wurde bekannt, dass ausschließlich Sprecher der „alten Friedensbewegung“, wie z. B. Rainer Braun, oder geladene Gäste wie Theologe Eugen Drewermann und der Pfarrer Siegfried Menthel referieren werden. Sarah Wagenknecht sagte ihre geplante Teilnahme als Rednerin kurzfristig aus „Termingründen“ ab.

So wunderte man sich als Mahnwachengänger, dass die Köpfe der Bewegung wie Ken Jebsen, Pedram Shahyar (der auch als Ansprechpartner für die Aktion Friedenswinter fungierte) und Lars Mährholz – oder auch Dieter Dehm von der Partei Die LINKE – nur am Rand der Bühne standen.

Hier ein Link zu einer Fotoserie auf Flickr: Sozialfotografie [►] StR

Aber man ist ja flexibel und so nutzte man den Demolauf vom Hauptbahnhof zum Schloss Bellevue mit dem eigens mitgebrachten „Mahnwachenmobil“ – einem Pritschenwagen – zur gezielten Berieselung der Teilnehmer mit „eigenen“ Themen. Da sprang Ken Jebsen aus dem Wagen und sagte ein paar Worte und auch Lars Mährholz nutzte die Gelegenheit, dem Publikum seine Sicht der Dinge nahe zu bringen.

Hier Ken Jebsen:

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Hämisch schreibt die Berliner Zeitung dazu:

„Doch dann melden sich die Köpfe der „Mahnwachen“ zu Wort. Der ehemalige Attac-Aktivist Pedram Shahyar schaut plötzlich aus einem Planenwagen mit Lautsprecher, ruft „Wir sind die neue Friedensbewegung!“ – und peitscht die Menge erfolgreich ein. Buhrufe gegen die Grünen, gegen Verteidigungsministerin von der Leyen, Sprechchöre wie: „Brecht! Die Macht! Der Banken-und-Konzerne!“ Dann kommt er in Fahrt. Ein deutscher Bundespräsident, findet Shahyar, hätte am Jahrestag des Beginns vom Zweiten Weltkrieg nicht in Polen sprechen dürfen, er müsste „nach Moskau fahren, um auf die Knie zu gehen!“ Dafür erntet er viel Jubel, noch mehr für seine Worte an – alle! – deutschen Medien: „Eure Lügen glaubt euch keiner!“ – „Hört auf zu schreiben, was die Atlantikbrücke euch vorgibt!“ Shahyar begrüßt die Bundestagsabgeordneten der Linken: „Willkommen in der Friedensbewegung! Schön, dass ihr nicht gehört habt auf irgendwelche Nato-Thinktanks in eurer Partei!“

Als der Zug an seinem Ziel vor Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, ankommt, springt plötzlich und unerwartet Ken Jebsen aus dem Inneren des Planenwagens ans Mikro. Einige der linken Friedensgruppen hatten ihre Teilnahme damit gerechtfertigt, dass der umstrittene „Mahnwachen“-Redner bei der Demo ja nicht auftauche. Auch ihnen ist mulmig angesichts von Jebsens Auftritten bei neurechten Veranstaltungen, seinen Äußerungen zu Israel und seiner Verschwörungstheorien, wonach die USA selbst hinter den Anschlägen des 11. Septembers stecken.“

Die Formulierungen des Blättchens mit den schon bekannten Vorwürfen, lass ich mal unkommentiert. Durch objektive Berichterstattung ist die Berliner Zeitung ja noch nie wirklich aufgefallen.

Und hier Lars Mährholz:

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Auch Pedram Shahyar fühlte sich berufen, ein paar Worte – eigentlich seine üblichen Phrasen – von sich zu geben.

Spiegel TV zeigte am Sonntag, wie gewohnt garniert mit Neusprech-Worthülsen, eine kurze Reportage über die Demo. Ab der 4. Minute des Videos sieht man Pedram Shahyar auf dem Pritschenwagen, in Antifa-affiner Kleidung und mit Ordnerbinde kaum erkennbar als Sprecher der Mahnwachen. Hinter ihm her läuft der Linken-Politiker Dieter Dehm und fordert Shahyar auf:

„Was du auch noch mal sagen solltest:

Gauck, Gauck, der nichts taugt, außer nur zum Kriegsklamauk“

doch statt dem Folge zu leisten, zieht es Shahyar vor, sich wieder mal über die „pöhsen“ Kritiker – z. B. die Grünen-Abgeordnete GöringEckardt – zu beschweren. Dehm versucht es noch einmal:

„Jetzt mach doch mal den Spruch!“

Vergebens! Weiß Herr Dehm nicht, dass Unterwanderer sich nicht unterwandern lassen? Aber auch Jebsen vermittelt dem Zuschauer hier in diesem Beitrag keinen guten Eindruck.

So fanden an diesem Tag eigentlich zwei Veranstaltungen statt, die offizielle ohne Mahnwachenredner und die Mahnwachen-Show-Einlage vom Pritschenwagen mit Musik von Photon. Noch ein Schlusswort der Mährholz-Truppe abseits von der Hauptbühne, eh die Polizei zur Räumung auffordert, und die Veranstaltung war „erfolgreich“ gelaufen.

Ich frage mich ernsthaft, ob so eine vereinigte Friedensbewegung aussieht oder man sich da nicht selbst etwas „vorGauckelt“.

Und – wer hat hier denn nun wen eingenommen? Die Mährholzfraktion scheint mir nur mehr die 2. Geige zu spielen. Aber was nimmt man nicht alles auf sich, um wieder ein paar mehr Leute auf die Straße zu bekommen, nachdem man den größten Teil der gemäßigt konservativen Mahnwacheninteressenten als „braunen Sumpf“ betitelt und verjagt hat. Zuletzt standen montags in Berlin am Brandenburger Tor noch um die 50 Leute.

Und seien wir mal ehrlich, wenn nicht auch noch ein ganzer Haufen der „Vertriebenen“ zur Demo gekommen wäre, dann hätte diese Veranstaltung mit Sicherheit sehr traurig ausgesehen. Die Enttäuschung in den Reihen dieser – aus Solidarität gekommener – Teilnehmer war indes groß. Systemkonform, langweilig, zu zahm … das waren noch die positivsten Bezeichnungen für diese Parade. Sicher hat die Rede von Eugen Drewermann die Demobesucher begeistert, aber der Rest hatte den Charme von Friedensmärschen der DKP.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies nach einer Kapitulation der – noch verbliebenen, dem linksextrem ausgerichteten Kurs treu ergebenen – MahnwachenTM  aussieht.

Was meinen Sie, liebe Leser?

Herzliche Grüße

Ihre Lieselotte Pulverfass

——————————

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10 Kommentare

  1. Tom sagt:

    Ich befürchte das leider auch. Die Hetze aus den Medien zeigt leider wieder Wirkung und so sehr ich Ken Jensen schätze, aber ich denke, das ständige Wiederholen der Phrase „Wir werden immer mehr und es dauert nicht mehr lange…“ ist einfach ein verzweifelter Versuch der Gegenpropaganda. Wären die Montagswachen wirklich erfolgreich, wäre schon längst mit dem Knüppel und Verordnungen dagegen vorgegangen worden. Machen wir uns nichts vor, der Michel schläft tief und fest und ignoriert aggressiv die Weltlage. Es muss noch viel dicker kommen, bis sich in diesem Land etwas tut… die Menschen sind vom Konsum und den Medien zu sediert!

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  2. Ich war dabei und sehe da keine Probleme. Zufällig war ich im vorderen Teil des Zuges und konnte – anders als viele Teilnehmer im hinteren Teil – recht gut hören, was vom vorderen LKW aus geredet wurde. Wer hinten lief, hatte da weniger Glück. Daher gab es viele Forderungen, vorn möge man lauter reden. Und so war es vielleicht ganz geschickt, dass sich im hinteren Drittel des Zuges noch einmal ein kleines Infomobil in die Anfeuerung und Unterhaltung der Teilnehmer einbrachte. So waren die Massen weiter hinten eben nicht ganz vom Geschehen ausgegrenzt. Wir wissen aber auch alle, dass Redner wie Eugen Drewermann das Aushängeschild so einer Demo sind. Es war also richtig, dass sich hier keiner zur Selbstdarstellung ans Mikro gedrängelt hat und dafür solche Leute zu Wort kamen, die im Internet noch nicht so aktiv sind, aber trotzdem mit ihrem guten Ruf den Propagandisten der wallstreet den Wind aus den Segeln nehmen können. Den noch schlafenden Michel weiter schlafen zu lassen, ist übrigens keine Lösung. Es muss immer Leute geben, die den ersten Schritt wagen, damit die Masse in Bewegung kommt. Und die Ersten ernten immer zunächst Verachtung und Spott. Da aber die Gier keine Selbstbeschränkung kennt, wird es den Massen immer schlechter gehen und insofern ist es nur eine Frage der Zeit, wann sie endlich Anschluss an die bereits für Frieden und soziale Gerechtigkeit eintretenden Bewegungen suchen. Ich halte es für einen groben Fehler, sich die rechts-links-Trennung der Friedensbewegung in Pegida + HoGeSa gegen Montagsmahnwachen + linke Friedensbewegung von ein paar Desorientierten aufzwingen zu lassen. Der eigentliche Konflikt besteht zwischen oben und unten. Schon immer. Und natürlich hat die Elite die nötigen Mittel für eine ausgefuchste PR-Kriegsführung gegen die Massen. Die müssen gespalten werden, um sie beherrschen und plündern zu können. Und genau das passiert. Jetzt soll sogar die linke Friedensbewegung gegen die sich ebenfalls als links empfindenden Mahnwachen aufgehetzt werden. Es wird immer alberner – und damit vergrößern sich die Chancen, dass der Schwindel auffliegt und sich die Leute erst recht vereinen. Der Friedenswinter war jedenfalls ein guter und gelungener Anfang – ganz ohne Querelen und Eifersüchteleien. Dem kann ich nur meinen Respekt zollen. Offensichtlich ging es allen um die Sache, nicht um Rampenlicht. Jetzt noch mehr Muslime, mehr Fußballer und mehr Arbeitslose und Abstiegsgefährdete aktivieren, dann wird es in jeder Stadt reichen, um die Eliten ordentlich einzuschüchtern. Genau diesen Schrecken brauchen die endlich mal! Man kann sehr wohl gegen mehr Flüchtlinge sein, aber gleichzeitig auch den Waffenexport und den Ölkrieg der NATO ablehnen, um den armen Flüchtlingen die ganze Flucht überhaupt zu ersparen. Man kann die Schuldenstreichung für Afrika fordern, ohne gleichzeitig Rettungspakete aus Steuergeld an die sonst notleidenden Spekulanten zu bewilligen. Man kann gegen Frühsexualisierung und Kindesmissbrauch sein und auch schuldige Priester vor Gericht bringen, ohne zugleich auf die ganze Kirche einzuprügeln. Diese Energie setzt man doch besser zur Aufklärung des Sachsensumpfes ein, bei dem auch de Maizère laut Internetartikeln an der Vertuschung beteiligt ist. Das Volk will glücklich sein und ohne Angst leben können. Dazu braucht es fairen Lohn, stabilen Frieden, geringe soziale Unterschiede zwischen arm und reich, eine Kultur des Miteinanders und ein Geldsystem ohne Zins und ohne legales Falschgeldmonopol. Eigentlich ist es immer schon Aufgabe der Religion gewesen, in der Not korrigierend einzugreifen, wenn die Warnungen der heiligen Bücher zu lange in den Wind geschrieben wurden. Inzwischen steht die Schrift nämlich wieder sehr deutlich an fast jeder Wand. Und nur deshalb tun sich 4000 Leute bei angekündigtem Sauwetter im Dezember eine Friedensdemo an. Das war keine Spaßveranstaltung. Und es gab – anders als auf dem Maidan – auch kein Geld dafür. Und auch kein Freibier, keine belegten Brötchen von Frau Nuland und hoffentlich auch keine Dienstreiseabrechnung über eine NGO.

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  3. rss10001@gmx.de sagt:

    Wenn man auch gleich alles zeredet wie hier, kann es ja nichts werden. Wo kriegt man heute noch 100000 oder 1 Million Menschen auf die Straße die alle gleicher Meinung sind. Wenn der Kern der Demos stimmt, dann ist das doch OK.

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    • Meine Sichtweise ist dem Beobachten der Mahnwachen seit April geschuldet. Wäre die Orga in Berlin ihren anfänglichen Zielen – eine pluralistische Bewegung ohne links und rechts-Schubladen – treu geblieben, dann hätten sie jetzt schon wesentlich mehr Teilnehmer auf der Straße. Aber wie in meinem Artikel über Pedram Shahyar beschrieben, musste man die Mahnwachen spalten, zersplittern, alles rausmobben, was nicht links genug war, um sich dann der alten Friedensbewegung und der Partei die LInke anbiedern zu können.
      Ostern standen schon über 5000 Menschen auf dem Platz! Wo sind die alle geblieben?
      Und auch die alte Friedensbewegung fühlt sich nicht wirklich wohl mit dieser Zusammenarbeit, so einige haben sich vom Friedenswinter und der Kooperation für den Frieden abgewandt. Das ist eben das Problem, wenn man es allen recht machen will. Da ist am Ende jeder enttäuscht.

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  4. Jochen G.Hahn sagt:

    Diese Veranstaltung representierte alles was die Mahnwachen nie sein wollten… von daher kann man dem auch ohne ein Urteil zu fällen zustimmen – dazu ein paar Worthülsen: „Wir sind keine Organisation, keine Partei und kein Verein, wir sind nicht gegen links und gegen rechts. Außerdem wollen wir keine Fahnen.“

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    • Jochen G.Hahn sagt:

      achja dann war mal die Rede von wir müssten an die „Wurzel“ anstatt Symptome zu behandeln auf die Straße und einen Schuldigen Sündenbock hat man jetzt auch gefunden…

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  5. Dirk sagt:

    Es stellt sich mehr und mehr die Frage, welche Rolle Herr Jebsen in diesem ganzen Spektakel überhaupt spielt. Liest man die Kommentare in seinem YouTube-Channel, sowie auf Facebook sorgfältig durch, so lässt sich sehr schnell erkennen, dass diese – mittlerweile – ziemlich kritisch sind. Was auf der anderen Seite wieder bedeutet, dass jemand, der sich – wie er sagt – via Crowdfunding finanziert, seine Geldgeber nicht derartige vergraulen sollte.

    Wenn also so viele Spender abspringen, wie negative Kritik geäußert wird, so ist mit dem bisschen Geld, was übrig bleibt bestimmt keine ganzes MedienTeam zu finanzieren.

    Auf wessen Gehaltsliste steht Herr Jebsen wirklich? Seine Einkünfte macht er jedenfalls nicht öffentlich, was für eine Person, die sich durch die Öffentlichkeit finanzieren lässt, durchaus wünschenswert.

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    • Ja lieber Dirk, das ist wirklich eine gute Frage.
      Aber man kann da ja ein wenig spekulieren. So hat die enge Zusammenarbeit mit Shahyar sicher den einen oder anderen interessanten Geldtopf – aus dem er oder auch Attac schöpft – eröffnet, die die Ausfälle der Fan-Unterstützung durch Crowdfunding sicher verschmerzen lassen.
      Gegen Kritik ist Jebsen ja inzwischen immun und löscht wahllos alle Kommentare, die nicht hilfreich für ihn sind.
      Er ist schon lange weit weg von seiner ursprünglichen Zielgruppe und dient jetzt anderen „Herren“.
      Liebe Grüße und schöne Feiertag
      wünscht dir Lieselotte

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      • Dirk sagt:

        Wie aber erklären Sie sich den immer noch so starken Zulauf? Jebsens Videos haben eine sehr hohe Klickzahl und auch seine Facebook-Seite ist überdurchschnittlich gut besucht.

        Man kann von PEGIDA halten was man will, aber das Interview, welches er gegen PEGIDA geführt hat, sprach wiederum Bände.

        Schlussendlich ist auch er jemand der Geld verdienen muss. Ab dem Punkt schließt sich der Kreis und seine – nach außen – getragenen Ansichten welche sich gegen den Mainstream richten, können schnell als hohle Phrasen entlarvt werden.

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      • Stimmt, er hat immer noch eine große Zugkraft. Bei seinen Videos kann man aber inzwischen schon – je nach Thema – einen Rückgang der Klickzahlen feststellen. Hatte er vor den Mahnwachen durchschnittlich 50.000 bis 160.000 oder mehr Zugriffe, so dümpeln die meisten Videos derzeit bei 12.000 bis 30.000. Kommt mal ein bekanntes Gesicht, steigt der Zugriff auch gelegentlich wieder.
        Doch die Kommentare unter den – vor allem linksorientierten – Videos sprechen mitunter Bände.
        Auf seinem FB-Account mehren sich die kritischen Stimmen, die die monotone Hetze gegen Pediga unerträglich finden.
        Auch ich bin kein Fan von Pegida, mMn die falschen Ziele und Motive. Aber mit dem Angreifen anderer Bewegungen macht man die eigene keineswegs besser.

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